Ronja,

So heißt unsere Tochter, die im März 2003 zur Welt gekommen ist. Ronja ist ein schwedischer Name. Meine Mutter kommt aus Boras in Schweden. Ingalil bedeutet die kleine Inga. Und meine Oma hieß so, die kleine Inga.
Liv bedeutet Leben und Ronja ist wohl am bekanntesten von Astrind Lindgrens Roman Ronja, die Räubertochter.

Unsere Tochter ist tot. Sie ist noch im Jahr ihrer Geburt gestorben. Plötzlicher Kindstod mit sieben Monaten.

Diese Seite ist ihr gewidmet. Viele Gedichte, Texte und Bilder habe ich verfasst um mit dem Schmerz und ihrem Tod umgehen zu können. Das fällt mal leicht, ein ander mal wiederum erfüllt es mich mit tiefer Trauer.

Der Tod und Verlust taucht seitdem immer mal wieder in den Bildern auf. Allerdings immer weniger, denn durch Widerholen der Geschichten und Emotionen bleibt man machnmal stehen, anstatt zu sehen und akzeptieren was ist. Auch wenn es schwer fällt, wenn da eben die eigene Tochter nicht mehr ist.


tod to do art nonhoff

T   O   D

T   O      D   O

T   O   D

es gibt nichts zu tun

ich kann nichts tun

ich würde es gerne ändern

es gelingt mir nicht

ich bin einfach oft nur sehr traurig

und ich kann es nicht ändern.

Es tut mir leid.


Manchmal ist es einfach –  ich vermisse Sie, das bleibt.
Sie nicht.
Manchmal vermisse ich mich selbst.
und bleibe.
so schwer es auch fällt.
zu bleiben, wenn jemand gegangen ist.

Meine Freude, Meine Hoffnung, meine Zuversicht
all das ist mit ihr gegangen
für eine Zeit
bin haltlos
Will die Einsamkeit  nicht spüren
laufe vor der Traurigkeit davon

bin unruhig
mir ist diese Unruhe eine alte Bekannte.
Schon vor Rojas Tod.
Will die Einsamkeit  nicht spüren
laufe vor der Traurigkeit davon

was nutzt ein Blick zurück
im Moment, in dem man ist.

Es gibt keine Abkürzung zur Freude.
Der Weg geht über sich dem Stellen, was ist.

Es ist was es ist

sagt Björn
weint
alleine

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Und irgendwann trocknen meine Tränen im Regenbogen


Vermissen

das Wesentliche
das ganz sein
das gewöhnen
an die Vergänglichkeit

 das Schöne, das ist
mit und ohne dir

was bringt  Trost ?
woher kommt Hoffnung ?

die Zeit
die Stille
die Tränen
ein offenes Herz

Ein Streifen Hoffnung
wäre schön
Trost
kann sein

in den Momenten, in denen ich lache
in den Momenten, in denen ich weine

kraftvolle Farben
Farben und Wildheit

 unerfüllte Sehnsucht
nach Leben
nach Lieben
nach Deinen Augen die mach ansehen
nach deiner Wärme
deinem Geruch
nach dieser Fülle die du in mein Herz bringst

die Ruhe eines stillen Sees
tiefe Wellen
von mir aus manchmal Hilflosigkeit
der Wahnsinn regiert nicht mehr
ich dentdecke vielleicht nicht den Tiefsinn
der versteckt sich mal wieder mit Gott
aber den Unsinn und die Freude
die finde ich
und sei es einfach so
ohne Grund

denn die hätte ich gerne mit dir geilt

Papierfetzen
nicht gefallen wollen
wie sie sind

zerreißen
zusammenfügen
trauern
freuen

auf der Rückseite einer Leinwand
dürfen sie sei sein

was ist
und wie es ist

Trost ist die Rückseite

TROST
TRIST
TRUST

 alles nur Wörter
für ein Werk
für mich
für niemanden sonst

immer wieder Wörter
manche im Rahmen
manche drängen sich
aus den Rahmen

die Sehnsucht nach Freiheit beliebt zu bleiben

Nonhoff melancholy contemporary art

befreit

Freiheit braucht Grinsen

ich auch

ich brauche Grinsen

Ronjas Grinsen
mein Grinsen
und die Freiheit

Freiheit braucht Grinsen
ein ganz breites Grinsen
ein grenzenloses Grinsen

ich kenne
langsam
wieder
mich



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Wörter auf Papier

Wörter wie

Freude

Frieden

Sanftmut

Unverschämter Sanftmut

leicht

echt

frei

wild

 ich bewege mich

zu meinen Freunden
zu meiner Familie
zu meinem Wert
zu meinen Werken
zu der Einsamkeit

mal zufällig

mal inspiriert

 Bewegung und  Zeit
dem  Raum
Ausdruck zu verleihen

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 Verlauf des Lebens

es dreht sich weiter
um die selben Themen

so chaotisch es auch sein mag
Auf und Ab

 Chancen auf Frieden

etwas näher an meiner Mitte zu sein

mit allem was ist

sei es noch so schmerzlich

unbegreifbar

unsichtbar

und doch da

don’t know where

don’t know when

I see you on a sunny day again

ich weine

mit der farbe

weine

tief und lang

endlich

viel zu selten
weine ich einfach

 lasse diese Traurigkeit zu
lasse die Tränen fliessen
zeige mich
mit meiner Trauer

kehre wieder zurück zu Worten
Bildern
Hoffnungen
und Zeilen

und zu den Schmetterlingen eines sonnigen Sonntag Nachmittags

Was sind schon Schmetterlinge

irgendwann spendet auch das Wissen Frieden,

das dem nicht so ist
dem nicht so sein wird
und auch nicht muss

selbst wenn ich bei jedem Schmetterling
den ich heute sehe
an dich denke

was sind schon Schmetterlinge
nach dreizehn Jahren

sie sind Schmetterlinge
bunt und frei

Ach ja – Gestern als ich  aus dem Atelier ging, schnappte ich ein schön getünchtes Papier und fertigte flüchtig ein Potrait meiner Familie an

Familienbild Nonhoff

Sometimes art really helps

16. Oktober 2016, Björn Nonhoff
edited 0n 24.1.2017, and on 29.3.2018, and on 6.5.2018